A-F

Diese Wildkräutergalerien sollen eine Bestimmungshilfe sein. Damit die ganze Darstellung etwas übersichtlicher ist, habe ich die Galerien aufgeteilt. Auf dieser Seite sind Wildkräuter von A-F aufgelistet.

Die jungen Blättchen der Wildkräuter unterscheiden sich mitunter sehr von den erwachsenen, deswegen beginnen die meisten Galerien mit der jungen Pflanze. Außerdem ist bei einer blühenden Pflanze meist die Blüte der Blickfang, und die Blätter und der Stängel werden kaum beachtet, aber genau dadurch könnten viele Verwechslungen vermieden werden.

Auch hierbei sollen die Wildkräutergalerien behilflich sein. Zur genauen Bestimmung der Wildkräuter ist es auch sinnvoll, z. B. Blütezeit und Standort zu berücksichtigen.

Gewöhnlicher Feldsalat valerianella locusta

Feldsalat, links Jungpflanze rechts erwachsene Pflanze mit Blüte.
Von der Seite Wildkäuter A-F
links junge Pflanze, rechts mit Blüte

A-F

Gemeine Akelei aquilea vulgaris

Die Akelei ist leicht giftig. Ihre ursprüngliche Farbe ist blau, jedoch sind durch Zucht unzählige Farben und Formen entstanden. Früher wurde sie als Mittel gegen Hautgeschwülste eingesetzt.

Dürrwurz-Alant pentanema conyzae (syn.inula conyzae)

Der Dürrwurz-Alant ist ein Bienenmagnet. Die Blätter und Blüten sind essbar. Ein Tee aus dem Kraut hat eine schweißtreibende Wirkung.

Zurückgebogener Amarant amaranthus retroflexus

Die jungen Blätter des Amarants eignen sich für Salat, Gemüse und Spinat. Mit den gemahlenen Samen kann man Saucen andicken.

Wiesen-Sauerampfer rumex acetosa

Der Sauerampfer wird wegen der enthaltenen Oxalsäure als schwach giftig eingestuft. Gegen einen Wildkräuter(misch!)salat mit Sauerampfer ist aber nichts einzuwenden.

Herbstanemone anemone hupehensis (Sorte „Robustissima“)

Nach dem Trocknen ist die Anemone ungiftig. Eine mögliche Verwendung in der Küche ist nicht üblich. In der Homöopathie wird der Presssaft des frischen Krauts z. B. gegen Rheuma angewandt.

Waldanemone anemone sylvestris

Nach dem Trocknen ist die Anemone ungiftig. Eine mögliche Verwendung in der Küche ist nicht üblich. In der Homöopathie wird der Presssaft des frischen Krauts z. B. gegen Rheuma angewandt.

Gefleckter Aronstab arum maculatum

Der Aronstab ist stark giftig. Deshalb benützt ihn nicht einmal in der Schulmedizin. Nur in der Homöopathie werden Auszüge davon verwendet, nachdem er entsprechend präpariert wurde. Die Überlieferungen über Vergiftungen sind zwar widersprüchlich, aber: lieber Finger weg, denn es kann tödlich enden.

Wiesenbärenklau heracleum sphondylium

Der Wiesenbärenklau ist essbar. Seine jungen Blätter können roh in den Salat geschnitten werden. Junge Blätter und Sprosse kann man als Gemüse essen. Er enthält jedoch Stoffe, die bei Berührung den UV-Schutz der Haut außer Kraft setzen und so kleine „Mini-Sonnenbrände“ verursachen.

Bärlauch allium ursinum

Von den Knospen bis zu der Zwiebel kann man alle Pflanzenteile in der Küche verwenden. Sein intensiver, knoblauchartiger Geruch ist ein untrügliches Unterscheidungsmerkmal von dem giftigen Maiglöckchen und der ebenso giftigen Herbstzeitlose, trotzdem gibt es immer wieder Vergiftungen.

Gewöhnlicher Beifuß artemisia vulgaris

Der Beifuß hilft nach einer üppigen Mahlzeit bei der Fettverdauung. Dazu kann man das Kraut mitkochen oder -garen und anschließend wieder herausnehmen. Die Blätter sind getrocknet als Gewürz verwendbar. Aus dem ganzen Kraut kann man einen Tee kochen.

Echter Beinwell

Der Beinwell ist sehr proteinhaltig. Seine Blätter können im Ausbackteig frittiert werden. Seit der Antike wurde der Beinwell zur Wundbehandlung eingesetzt.

Gewöhnliche Berberitze berberis vulgaris

Die Beeren der Gewöhnlichen Berberitze sind sehr sauer. Man kann sie naschen oder zu Marmelade verarbeiten, wobei ich mischen empfehle. Die sauren Früchte eignen sich sehr gut zum Kandieren.

Einjähriges Berufkraut erigoron annuus

Das Einjährige Berufkraut wirkt harn- und schweißtreibend. Die jungen Blätter kann man zum Salat, Gemüse oder Smoothies dazugeben. Man sollte das Berufkraut jedoch sparsam einsetzen, da es ziemlich bitter schmeckt.

Kanadisches Berufkraut erigeron canadensis

Die Blätter kann man als Würze in den Salat schneiden oder für Kräuterquark bzw. Kräuterkartoffeln verwenden.

Waldbingelkraut mercurialis perennis

Das Waldbingelkraut ist roh leicht giftig und hat ein abführende Wirkung, man kann die Blätter aber gekocht als Gemüse essen.

Zweiblättriger Blaustern scilla bifolia

Er ist wie alle Frühlingsblüher giftig. Früher stellte man aus dem Blaustern Rattengift her.

Wiesenbocksbart tragopogon pratensis

Alle Pflanzenteile bis auf die Samen sind essbar. Aus den Trieben kann ein Wildgemüse gekocht werden.

Borretsch borago officinalis

Die Blüten sind eine hübsche essbare Dekoration. Sie eignen sich auch zum Kandieren, schmecken jedoch nur süß. Die saftigen Blätter können in den Salat geschnitten werden.

Große Brennnessel urtica dioica

Die Brennnessel wird auch „Die Königin der Wildkräuter“ genannt, weil sie sehr vielseitig verwendbar. Sie ist eine Vitamin- und Mineralienbombe, und vom Salat bis zum Gartendünger verwendbar. Brennnesselgarn wird auch heute noch hergestellt.

Echter Dost origanum vulgare

Den holzigen Stängel kann man zum Grillen verwenden. Das ganze Kraut kann man frisch getrocknet als Gewürz dem Salat beimengen.

Efeu-Ehrenpreis veronica hederifolia

Die Blüte ist eine hübsche essbare Dekoration. Das getrocknete Kraut hat einen herb-bitteren Gaschmack und ist geeignet für Tee.

Persisches Ehrenpreis veronica persica

Die Blüte ist eine hübsche essbare Dekoration. Das getrocknete Kraut hat einen herb-bitteren Gaschmack und ist geeignet für Tee.

Gewöhnlicher Feldsalat valerianella locusta

Der Feldsalat ist den meisten nur vor der Blüte bekannt. Er ist viel aromatischer als der Feldsalat aus dem Supermarkt. Er eignet sich für Salat, Smoothies, als Presssaft, aber auch zum Einlegen so ähnlich wie Sauerkraut.