Hier kann man die Geschenke der Natur noch versüßen.

Kandieren

Es gibt verschiedene Arten des Kandierens.

Die eine und aufwändigste Art ist alle Blüten einzeln mit Eiweiß einzupinseln und mit Zucker zu bestreuen. Das erfordert Zeit und Geduld. Dafür behalten die schönen Blüten ihre Form. Man kann im Prinzip alle essbaren Blüten kandieren.

Die andere Art ist einfacher und schneller. Die Blüte werden in Zuckersirup gekocht. Sie verlieren aber ihre hübsche Form.

Meine absolute Nr. 1 sind die zarten Veilchen. Sie schmecken blumig. Puderzucker fand ich bei den zarten Blüten passend.

Veilchen viola

Vorbereitung

  • Ich habe immer eine Fläche (etwa 30 x 30cm) mit Küchentuch ausgelegt, damit ich die Blüten darauf mit Zucker bestreuen kann, ohne alles auf dem Tisch zu haben.
  • Ein Handtuch und ein Wasserschüsselchen mit einem Spritzer Zitrone bereit legen. Ich musste zwischendurch immer wieder Hände waschen, da das ganze eine ziemlich klebrige Sache ist.
  • Arbeitsmaterial zurecht legen.

Arbeitsmaterial

  • Papier als Unterlage
  • ein kleiner Pinsel
  • eine Gabel zum Umrühren
  • ein kleiner Behälter für das Eiweiß
  • eine Vorrichtung, um das Kandierte aufzuhängen, bzw. einen Teller zum Drauflegen.

Zutaten

  • Puder- oder Kristallzucker
  • ein Eiweiß
  • 20 Blüten mit Stängel

Anleitung

Blüten mit Stängel pflücken. Nicht waschen, da sie sonst die Form verlieren. Auf den Tisch legen, damit eventuelle Krabbeltierchen flüchten können. Eiweiß mit einer Gabel umrühren oder zerdrücken, damit es „einheitlicher“ wird. Dabei darf kein Schaum entstehen. Wenn man Luftblasen auf das Veilchen malt, platzen die Blasen und an der Stelle haftet kein Zucker an. Jede Blüte einzeln lückenlos mit Eiweiß einpinseln und auf das Küchentuch legen. Falls doch Luftblasen entstanden sind, pinseln, bis sie weg sind. Die Blüten ein wenig trocknen lassen, bis sie nur noch klebrig sind. Jetzt jede Blüte in die Hand nehmen und zuckern. Dann einzeln aufhängen. Die Blüten dürfen sich nicht berühren. 2 – 3 Tage trocknen lassen. Den überschüssigen Puderzucker vorsichtig abschütteln und die Stängel abschneiden.

Nach etwa 3 Monaten fangen die blauen Blüten an zu verblassen, aber Form und Aroma bleiben.

Ich habe mal spaßeshalber ein Gierschblatt mit Salz kandiert, aber bis es trocken war, war das Blatt vertrocknet. Wahrscheinlich hat das Salz die ganze Feuchtigkeit heraus gezogen.

Schokolieren

Schokolieren ist einfach, geht relativ schnell, und trocknen dauert nur etwa einen Tag lang.

Mein Favorit hierbei ist Gundermann in Zartbitterschokolade. Er hat ein sehr intensives Aroma. Hier hat die Durchführung inklusive Vorbereitung ca. 20 min gedauert.

Gundermann in Zartbitterschokolade

Vorbereitung

  • Fläche (etwa 30 x 30cm) mit Küchentuch auslegen, damit man die klebrige Schokolade nicht auf dem Tisch hat
  • Handtuch und ein Wasserschüsselchen mit einem Spritzer Zitrone bereit legen. Ich musste zwischendurch immer wieder Hände waschen, da das ganze eine ziemlich klebrige Sache ist.
  • Arbeitsmaterial herrichten.

Arbeitsmaterial

  • Vorrichtung zum Erhitzen der Schokolade. Ich habe vom Räuchern ein Gestell, wo ich eine Kerze daraufstellen kann mit einem Halter, für die Räucherschale. Statt der habe ich ein Gläschen für die Schokolade drauf gestellt.
  • Kerze (Teelicht)
  • Kleiner Pinsel zum Einstreichen
  • Eine Vorrichtung, um das Schokolierte aufzuhängen.

Zutaten

  • Blüten oder Blätter mit Stängeln
  • etwa 30g Schokolade (Weiße Schokolade ist sehr süß)

Anleitung

Saubere Blättchen mit Stängel pflücken. Nicht waschen. Auf den Tisch legen, damit eventuelle Krabbeltierchen flüchten können. Die Schokolade unter Rühren erhitzen. Nicht zu heiß, da sie sonst zu flüssig wird und nicht mehr haftet. Mit dem Pinsel Schokolade gleichmäßig auftragen und am Stängel aufhängen. Einige Stunden trocknen lassen. Wenn sie nicht mehr kleben, die Stängel abschneiden. Im Sommer lege ich sie vor dem Verzehr kurz in den Kühlschrank.

Marmeladen

Bei Marmeladen bin ich einfach kreativ. In der Nähe habe ich Schlehen, Mahonien-, Weißdorn-, Feuerdorn- und Vogelbeeren, Hagebutten, Berberitze, Weintrauben, Brom- und Himbeeren, Äpfel, Birnen und Kirschen zum Einkochen zur Verfügung. Ich verkoche sowohl artenrein als auch Beerengemische zu Marmelade. Meine Mischungen variieren mit den Jahreszeiten. Hier sind einige meiner Werke: